Paris Men's Fashion Week FW26: Die wichtigsten Shows und Trends

Paris Men's Fashion Week FW26: Die wichtigsten Shows und Trends

Foto: Louis Vuitton ©

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Die Paris Men’s Fashion Week für die Saison Herbst/Winter 2026 ist beendet. Während in den letzten Jahren oft die Inszenierung im Vordergrund stand, konzentrierten sich die Designer diesmal wieder verstärkt auf tragbare Mode und handwerkliche Qualität. Hier ist der Überblick über die relevantesten Kollektionen und was sie für die Männergarderobe 2026 bedeuten.

Louis Vuitton: Funktionale Workwear trifft auf Luxus

Pharrell Williams präsentierte für Louis Vuitton eine Kollektion unter dem Thema „Villes du Monde“. Der Fokus lag deutlich auf einer luxuriösen Interpretation von Arbeitskleidung. Williams kombinierte klassische, robuste Schnitte – wie man sie von Schutzkleidung kennt – mit extrem hochwertigen Materialien. Besonders auffällig waren die Taschen, die in ihrer Form an Werkzeugkoffer erinnerten, sowie Lederjacken mit aufwendigen Stickereien, die optisch an verwitterten Canvas angelehnt waren. Louis Vuitton zeigt damit, dass der Trend zu funktionaler Kleidung (Workwear) im High-End-Segment fest verankert bleibt.

Dior Homme: Modernes Tailoring und neue Farben

Kim Jones setzt bei Dior Homme weiterhin auf die Perfektionierung des Anzugs. Seine FW26-Kollektion zeichnete sich durch eine sehr präzise Schnittführung aus, die jedoch entspannter wirkt als in vergangenen Saisons. Die „Soft-Shoulder“-Sakkos verzichten auf harte Polsterungen und bieten mehr Bewegungsfreiheit. Farblich dominierte eine Mischung aus technischem Grau und sanften Pastelltönen. Ein interessantes Detail waren die Stickereien auf technischer Outdoor-Kleidung, die eine Brücke zwischen der klassischen Schneiderkunst des Hauses und moderner Funktionsmode schlagen.

Hermès: Zeitlose Eleganz und hochwertiges Leder

Bei Hermès stand wie gewohnt die Materialität im Mittelpunkt. Veronique Nichanian präsentierte eine Kollektion, die durch extrem hochwertige Lederarten und eine subtile Farbpalette bestach. Statt lauter Trends setzt Hermès auf Beständigkeit. Die Schnitte sind großzügig, aber perfekt proportioniert. Besonders die doppellagigen Kaschmirmäntel und die butterweichen Lederblousons zeigten, warum die Marke als Inbegriff des "Quiet Luxury" gilt. Hermès beweist, dass wahre Innovation oft im Detail der Verarbeitung und in der Langlebigkeit der Stücke liegt.

Maison Margiela: Dekonstruktion und Layering

Unter der Leitung von Glenn Martens zeigte Maison Margiela eine Kollektion, die das Thema Layering in den Mittelpunkt stellte. Klassische Kleidungsstücke wie Trenchcoats oder Anzugshosen wurden dekonstruiert und neu zusammengesetzt. Das Ergebnis ist ein Look, der bewusst unfertig und komplex wirkt. Martens nutzt technische Bearbeitungsverfahren, um Stoffe künstlich altern zu lassen oder ihnen eine neue Struktur zu geben. Diese Kollektion richtet sich an eine Zielgruppe, die individuelle und weniger glatte Designs bevorzugt.

Qualität und Konstruktion stehen wieder im Fokus

Die Pariser Schauen für Herbst/Winter 2026 markieren eine Rückkehr zum Wesentlichen. Der Trend bewegt sich weg von großflächigen Logos und schnellen Streetwear-Trends hin zu gut geschnittener Kleidung mit hoher Materialqualität. Ob funktionale Workwear bei Vuitton oder zeitlose Eleganz bei Hermès – die Menswear wird 2026 erwachsener und setzt auf langlebige Designs statt auf kurzlebige Effekte.

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